Schluss mit „everybody’s darling“
Wie man damit aufhört, es immer allen recht zu machen.
„Ich hab gesagt, es geht jetzt nicht!“
Ein Gespräch ist gekippt. Ein Kollege kommt Ihnen zu nahe. Die Freundin will unbedingt ins Kino
gehen, obwohl Sie keine Zeit haben. Ihr Partner mischt sich in Entscheidungen ein. Die
Schwiegermutter kommt mit „guten Ratschlägen“ um die Ecke.
Eigentlich merken Sie bereits in der Situation, dass es zu viel war und reagieren entsprechend: Sie
werden plötzlich ärgerlich, fühlen sich unwohl, bekommen Magenschmerzen, sind genervt oder
fühlen sich überrumpelt.
Selbstbestimmung statt Mauern: Grenzen beginnen im Kopf
Nicht mit der Frage: Darf ich das überhaupt?
Sondern mit der Klarheit über sich selbst: Wo möchte ich meine Grenze ziehen?
Die zentrale Frage lautet:
Was ist für mich in Ordnung – und was nicht?
Was ist mir wichtig?
Wie viel körperliche oder emotionale Nähe möchte ich?
Wie viel Zeit und Energie habe ich zur Verfügung?
Welche Dinge möchte ich selbst entscheiden?
Und was möchte ich nicht mitmachen?
Wenn die Antwort dazu klar ist, werden auch die Grenzen klar:
Das mache ich mit.
Das mache ich nicht mit.
Bis hierhin – und nicht weiter.
Manche Grenzen sind eindeutig, andere eher fließend– auch abhängig davon, mit welchem
Menschen wir gerade zu tun haben oder in welcher Beziehung wir zu dem Menschen stehen. Wenn
Sie körperlich oder emotional reagieren, lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Hier geht mir gerade
etwas zu weit.
Eine Grenze ist keine Mauer
Grenzen sind unterschiedlich und werden oft erst bemerkt, wenn sie bereits überschritten sind.
Grenzen sind nicht gegen andere gerichtet, sondern zeigen klar auf, wo wir beginnen und wo wir
aufhören.
Vielleicht hilft dabei das Bild eines Gartenzauns. Ein Zaun ist keine Mauer. Und er kann eine Tür
haben. Wichtig ist: Sie allein halten den Türöffner in der Hand, es ist keine automatische Drehtür,
durch die jeder ein- und ausgehen kann wie er will. Sie selbst wissen am besten, wo Ihr Bereich
beginnt und wo er endet.
Wenn Grenzen überschritten werden: Vom Trampelpfad zum
Gartenzaun
Wir können niemanden zwingen, unsere Grenzen zu respektieren. Aber wir können selbst
entscheiden, wie wir damit umgehen. Die Reaktion auf die Grenzüberschreitung ist individuell, z.Bsp.:
Die Grenze erneut deutlich benennen
Nein sagen
das Gespräch beenden.
gehen.
Zusatzaufgaben nicht mehr übernehmen.
Abstand halten.
Eine Grenze zu erkennen ist etwas anderes, als sie gegenüber anderen zu vertreten. Wenn Ihnen vor
allem das Nein-Sagen schwerfällt, geht es hier weiter: „Warum Nein sagen so schwerfällt“.
Grenzen ohne Konsequenzen werden zum Trampelpfad, den andere nach Lust und Laune
beschreiten.
Grenzen schaffen Nähe, keine Distanz
Grenzen sollen benannt werden. Nicht als lange Erklärung. Nicht als Rechtfertigung.
Sondern so, wie es zu Ihnen passt:
„Ich kann das morgen übernehmen. Heute nicht.“
„Diese Entscheidung treffe ich selbst.“
„So können Sie mit mir reden. Aber nur einmal.“
Grenzen dürfen flexibel sein und sich nach der eigenen Tagesform richten.
Nähe entsteht nicht dadurch, dass wir uns unsichtbar machen, sondern indem wir uns zeigen – mit
unseren Bedürfnissen und Linien. Ein Gartenzaun trennt uns nicht von der Welt, er schützt nur unser
Zuhause. Grenzen machen sichtbar, wo unser Bereich beginnt – und geben dem anderen die Chance,
das zu respektieren.
People Pleaser war gestern – Selbstbestimmung ist die Zukunft
Eigene Grenzen sind Ausdruck von Selbstbestimmung – nicht der Versuch, andere Menschen zu
kontrollieren.
Eigene Grenzen wahrzunehmen und sie gegenüber anderen vertreten zu können, gehört zu den
grundlegenden Fähigkeiten, selbstbestimmt zu handeln und Beziehungen zu gestalten.
Der nächste Schritt
Sie müssen nicht von heute auf morgen alles komplett umkrempeln oder jedem sofort die „rote
Karte“ zeigen. Nehmen Sie sich für die kommende Woche nur eine einzige Sache vor: Achten Sie auf
das erste leise Gefühl von Ärger oder Erschöpfung im Körper. Genau dort liegt die Grenze – und
genau dort dürfen Sie beginnen, sie sanft, aber bestimmt zu bewachen.
Welche Grenze werden Sie als Nächstes bewusster ziehen?
Warum?
Das eigentliche Problem wurde nie gelöst.
Die Gruppe hat sich auf einen Menschen konzentriert, statt die Ursache des Konflikts anzuschauen.
Die Dynamik bleibt bestehen
Solange sich an den Rollen, den Machtverhältnissen und unausgesprochenen Regeln nicht ändert, wird sich das Muster wiederholen.
Die Verantwortung wird weiter abgeschoben
Es ist leichter, einen neuen Schuldigen zu finden, als sich selbst zu hinterfragen und den eigenen Anteil anzuerkennen.
Es gibt keine schlechten Menschen, nur Menschen in schwierigen Dynamiken, die sie selber nicht kennen. (Katharina Herdegen)
#dynamic #liebe #mut #selbstliebe #emotional #mindsetshift
toxic - Die Analyse Warum wir Menschen wechseln, aber dieselben Dynamiken wiederfinden.
ISBN: 978-3-565-53800-3
Was wäre, wenn du nicht mehr mitnehmen musst, was hinter dir liegt?
Als Unternehmer:in trägst du Erfahrungen. Entscheidungen. Erfolge.
Aber auch Konflikte, Enttäuschungen und alte Geschichten.
Manches davon hat dich geprägt.
Aber nicht alles davon gehört noch in dein heutiges Leben.
Ich erlebe immer wieder Unternehmer:innen, die in der Führung oder in ihrer Partnerschaft auf Situationen von heute reagieren – und dabei unbewusst mit Erfahrungen von gestern kämpfen.
Das kostet Kraft.
Und es macht Führung unnötig schwer.
Für mich beginnt klare Führung deshalb nicht bei neuen Methoden, Sondern bei der Fähigkeit zu erkennen:
Was gehört wirklich ins Heute?
Und was darf ich endlich loslassen?
Gerade aktuell hat ein Startup Unternehmer etwas unglaublich schweres in einer systemischen Sitzung bei mir loslassen dürfen, so dass ihm jetzt der Weg wirklich frei steht!!
💢Was bedeutet das für dich in deiner jahrelangen Karriere?
Loslassen bedeutet für mich nicht, die Vergangenheit zu vergessen.
Es bedeutet, ihr nicht länger die Führung über dein Leben zu überlassen.
Genau dort entsteht Klarheit.
💯Und mit dieser persönlichen Klarheit entsteht oft etwas, wonach sich erfolgreiche Menschen besonders sehnen:
Ruhe.
Stabilität.
Und wieder mehr Vertrauen in sich selbst.
Wenn du spürst, dass alte Muster noch Einfluss auf dein Leben oder dein Unternehmen haben, schreib mir „Klarheit“.
Ich schicke dir gern den Link zu einem unverbindlichen Vorgespräch.
Wo finde ich nachweislich gute Psychotherapie bei Frankfurt am Main?
Frankfurt am Main. Eine Stadt, die nie stillsteht. Und doch sitzen hier jeden Tag Menschen, die innerlich zum Stillstand gekommen sind.
Die Suche nach einem Psychotherapieplatz in Frankfurt und Umgebung kann Wochen, manchmal Monate dauern. Anrufe bei Praxen, Wartelisten, Absagen. Wer sich in einer Krise befindet, hat keine Monate. Was bleibt, ist das Gefühl: Niemand ist da.
Dabei ist da. Hilfe ist da.
Ich bin Monica Link, Heilpraktikerin für Psychotherapie. In meiner Praxis habe ich hervorragende Ergebnisse erzielt in Themenbereichen wie Depressionen, Ängste, Burnout und vielem mehr. Ich erlebe es jeden Tag: Menschen, die glaubten, es gäbe keinen Weg, finden ihn.
Viele zögern vor dem ersten Schritt. Die Hemmschwelle ist hoch, das Stigma noch immer spürbar. Vielleicht fragen Sie sich: Ist es wirklich so weit? Darf ich das überhaupt? Die Antwort lautet: Ja, Sie dürfen. Ein erstes Gespräch ist kein Therapiestart. Es ist ein Kennenlernen auf Augenhöhe, ohne Druck und ohne Untersuchungsliege. Sie erzählen, was Sie bewegt. Oder erst einmal gar nichts. Beides ist richtig.
Die Begleitung erfolgt in meiner Praxis in Frankfurt ebenso wie online, je nachdem, was sich für Sie gerade stimmiger anfühlt.
Kein Druck, keine Verpflichtung, nur Orientierung.
Wer im Rhein-Main-Gebiet nach psychotherapeutischer Unterstützung sucht, muss nicht allein weiter suchen. Der erste Schritt braucht keinen Mut, nur eine Nachricht. Oft ist gerade dieser erste Schritt der wichtigste von allen.
Gestohlene Kindheit, verpasste Jugend:
Das unsichtbare Leid der kleinsten ME/CFS-Betroffenen.
Eigentlich sollten sie draußen lachen, mit Freunden auf dem Schulhof stehen, Sport treiben, erste Liebe erfahren und Pläne für die Zukunft schmieden. Stattdessen verbringen sie Jahre im abgedunkelten Kinderzimmer.
ME/CFS raubt Kindern und Jugendlichen die besten Jahre ihres Lebens.
Es ist ein menschliches Elend, das meist hinter verschlossenen Türen stattfindet:
* Gefangen im eigenen Bett: Schon kleinste Reize – ein Lichtstrahl, ein leises Geräusch, das Kämmen der Haare – können einen schweren Crash (Post-Exertional Malaise) auslösen.
* Isoliert von der Welt: Kein Schulbesuch, keine Hobbys, kein Treffen mit Freunden. Während Mitschüler aufwachsen und ihr Leben entfalten, bleibt die Zeit für kranke Kinder einfach stehen.
* Das Ringen um Anerkennung: Zu dem physischen Leid kommt oft unverständliches Unverständnis von Behörden, Schulen oder Ärzten. Familien kämpfen nicht nur gegen die Krankheit, sondern pausenlos um Pflegegrade, Schulpflichtbefreiungen und medizinische Hilfe.
Diese Kinder und Jugendlichen kommen in unserer Gesellschaft schlichtweg nicht mehr vor. Sie sind verschwunden aus den Klassenzimmern, den Sportvereinen und den Spielplätzen. Sie haben keine Stimme, weil ihre Kraft oft nicht einmal mehr zum Sprechen reicht.
Wir dürfen sie und ihre pflegenden Familien nicht im Stich lassen. Es braucht dringend gezielte Forschung, Versorgungsstrukturen, Hausunterricht-Konzepte und gesellschaftliche Empathie.
Vergesst die stumm leidenden Kinder nicht. Gebt ihnen eine Stimme! 💔🕊️
#MECFSbeiKindern #GestohleneKindheit #MillionsMissing #LongCovidKids #MECFSAwareness #DieStilleSeuche #ChronischKrankeKinder #SichtbarkeitSchaffen #Pacing #GegenDasVergessen #CareForKids
Hinweis: Bild mit Hilfe von KI erstellt.
Verantwortung für mich und meine Gesundheit
Wer Verantwortung für andere trägt, sollte die Verantwortung für sich selbst nicht vergessen.
Eine Führungskraft sagte kürzlich in einer Sitzung:
„Für mein Team 🧡 hätte ich längst Hilfe 🚨 organisiert. Für mich selbst habe ich sie immer wieder aufgeschoben.“
📍 Mein Gedanke dazu: es ist nicht zu spät - gut, dass du heute da bist.
Gesundheit verdient dieselbe Aufmerksamkeit wie Projekte, Kennzahlen und Ziele. Wer frühzeitig Unterstützung sucht, handelt nicht schwach, sondern vorausschauend 👏 .
Denn gute Führung beginnt auch mit dem achtsamen Umgang mit sich selbst.
#GesundeFührung #MentalHealth #Leadership #Resilienz #Selbstfürsorge #Führungskraft
https://www.linkedin.com/posts/helene-goltz-236847b6_verantwortung-gesundheit-aufmerksamkeit-share-7502267140218216448-dNjk/
ABSOLUTE EMPFEHLUNG !
Gestern hatte ich spontan
ein Fotoshooting bei einer
MEGA FOTOGRAFIN in Leer.
Bei Akka Olthoff
Diese Woche hat mich die Migräne
schwer am Wickel, aber Akka meinte:
„Komm trotzdem,
auch wenn du dich nicht Disco fühlst.
Ich bekomm das schon hin.“
Und was soll ich sagen:
„Sie quatscht nicht, sie macht!“
Nach 1,5 Std hatte sie mich in ihre Leichtigkeit gezogen und super schön eingefangen.
UND ich war kaum zuhause,
da hatte ich die Bilder schon per Datei
in der Hand.
Ich bin so begeistert,
dass ich nun die liebe Akka
von Herzen und aus dieser tollen Erfahrung heraus, empfehlen möchte.
Jedem, der für SICH und sein BUSINESS,
endlich DIE PERFEKTEN FOTOS will.
VIELEN DANK LIEBE AKKA!
SO leicht war es noch nie für mich 🙏🏻
Tina von Gadomski -Freiheitsarchitektin®️
Damit jeder nun ein aktuelles Bild davon bekommt,
wer sie in den Online-Gruppen und auch in meiner Kurzzeittherapie begleiten wird.
Wie werde ich glücklich?
Eine ziemlich große Frage für einen ziemlich kurzen Beitrag.
Vielleicht beginnen wir deshalb etwas kleiner:
„Was macht mich eigentlich unglücklich?“
Nicht alles, was uns belastet, können wir beeinflussen. Lebensumstände verändern sich, andere Menschen verhalten sich nicht so, wie wir es uns wünschen, und manche Dinge müssen wir schlicht aushalten.
Aber manchmal lohnt sich ein genauerer Blick auf den eigenen Anteil:
„Welche Erwartungen stelle ich an mich und andere? Welche Situationen zerdenke ich immer wieder? Welche Gewohnheiten tun mir eigentlich nicht gut? Und welche Verhaltensweisen wiederhole ich, obwohl ich längst weiß, wohin sie führen?“
Vielleicht ist die Frage „Wie werde ich glücklich?“ manchmal einfach zu groß.
Die Frage „Was macht mich eigentlich unglücklich – und was davon kann ich verändern?“ ist möglicherweise der bessere Anfang.
Denn auch wenn wir nicht alles beeinflussen können, können wir manchmal mehr gestalten, als wir zunächst denken.
Paul Watzlawick hat diesem Perspektivwechsel mit seiner Anleitung zum Unglücklichsein gleich ein ganzes Buch gewidmet. In meinem digitalen Coaching-Café finden Sie dazu einen weiteren Gedankenimpuls: Hier geht's zum digitalen Coaching-Café
Bleibt deine Privatpraxis online unsichtbar?
Viele psychologische Fachkräfte machen Fehler, die sie nachweislich Zeit, Geld und Nerven kosten. Marcus Woggesin, Gründer von Therapeut24.de, zeigt dir, warum du in der Masse untergehst und wie du das ändern kannst.
Wenn du erfolgreicher und sichtbarer bei Google werden möchtest, solltest du diese drei Stolperfallen unbedingt vermeiden:
Fehler 1: Keine Spezialisierung. Ohne ein klares Alleinstellungsmerkmal auf deiner Website wissen Interessenten nicht, warum sie ausgerechnet zu dir kommen sollten.
Fehler 2: Du versteckst dich hinter Fachchinesisch. Deine potenziellen Klienten suchen nach verständlichen Problemlösungen, nicht nach Lehrbüchern.
Fehler 3: Verzicht auf professionelle Hilfe. Wer das Rad im Marketing neu erfinden will, anstatt Abkürzungen zu nutzen, verliert massiv Zeit und Geld.
Möchtest du in Zukunft mehr Selbstzahler erreichen?
Dann folge mir, speichere dieses Video direkt ab und schreib mir eine Nachricht, wenn du Unterstützung beim Marketing brauchst!
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Über 10.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich durch Suizid!
Mehr als durch Verkehrsunfälle, Drogen und HIV zusammen. Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September 2026 rückt ein Thema in den Fokus, das oft im Schweigen erstickt.
Hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Rund 90 Prozent der Betroffenen litten an einer psychischen Erkrankung, am häufigsten an Depressionen. Einsamkeit, Trennungen, finanzielle Not oder chronische Erkrankungen können der Auslöser sein. Besonders alarmierend: Bei Menschen über 65 ist die Suizidrate seit 2020 um 30 Prozent gestiegen. Suizid ist die häufigste Todesursache bei jungen Menschen und weltweit die dritthäufigste bei 15- bis 29-Jährigen.
Doch es gibt Hoffnung. In Bayern zeigt der Krisendienst, wie Hilfe gelingt: kostenlos, rund um die Uhr, in über 120 Sprachen – unter 0800/6553000. Das Nürnberger Projekt [U25] setzt auf Gleichaltrige: Junge Ehrenamtliche beraten Jugendliche in Krisen – niedrigschwellig und wirksam. Auch die Telefonseelsorge (0800/1110111) und therapeut24.de ist anonym und jederzeit erreichbar.
Suizidprävention braucht verlässliche Strukturen: ein Suizidpräventionsgesetz, geschützte Brücken und Bahnstrecken, Aufklärung in Schulen. Der Welttag erinnert uns: Suizide sind kein unvermeidbares Schicksal. Hinschauen, zuhören, Hilfe anbieten – das kann Leben retten.
„Ich liege jetzt zum 15. Mal in diesem Ding.“
Annemarie sagt das eher beiläufig.
Sie ist 45, ihre Brustkrebsdiagnose ist 15 Jahre her.
Fünfzehn Jahre das ist fast so lang, wie manche Menschen überhaupt erwachsen sind.
Und trotzdem liegt Annemarie noch immer regelmäßig in der Nachsorge.
Diesmal wieder MRT.
Sie liegt auf dem Bauch. Der Kopf irgendwo fest in einer Vorrichtung, der Körper eng umschlossen von diesem Gerät. Dazu dieser Lärm, der selbst durch die Kopfhörer noch erstaunlich laut ist.
Nicht bewegen, ruhig atmen, nicht panisch werden, einfach "entspannt bleiben", wie die nette Helferin es so einfach sagt.
Und dann warten, dem klopfenden Rhythmus lauschen, dann ziemlich gegen Ende, endlich läuft das Kontrastmittel ein, Das Ende ist fühlbar. Annemarie zählt rückwärs, rechnet im Kopf, addiert, substrahiert, beschäftigt ihren Kopf um die Angst nicht zu wecken.
Sie kann nichts tun, ausser ruhig zu liegen, damit die Bilder nicht verwackelt sind.
Denn während sie dort liegt, suchen sie.
Nach etwas, von dem Annemarie hofft, dass es nicht da ist.
Vielleicht müsste es beim 15. Mal leichter sein.
Sie kennt den Ablauf, sie weiß, dass es irgendwann vorbei ist, sie hat es schon vierzehnmal geschafft.
Aber sieweiß eben auch, warum sie dort liegt.
Und genau das macht es so schwer.
Annemarie ist seit 15 Jahren nicht mehr an Brustkrebs erkrankt.
Aber der Krebs ist auch nicht einfach aus ihrem Leben verschwunden.
Immer wieder gibt es etwas zu kontrollieren, etwas genauer anzuschauen, einen Befund, der noch einmal abgeklärt werden muss.
Das Leben geht weiter.
Und dann kommt wieder so ein Termin und für einen Moment ist dieses alte Gefühl zurück:
Was, wenn sie diesmal etwas finden?
Ich denke oft darüber nach, was wir eigentlich meinen, wenn wir sagen, eine Krebserkrankung sei „vorbei“.
Für Annemarie ist sie vorbei und gleichzeitig ist sie nicht vorbei.
Vielleicht ist genau das dieses merkwürdige Danach, über das wir so wenig sprechen.
Nicht ständig Angst, nicht ständig Krankheit, aber immer wieder diese Möglichkeit, die irgendwo im Hintergrund mitläuft.
Eine Art lebenslange Differentialdiagnose, so nenne ich dies.
Und vielleicht wird auch ein MRT beim 15. Mal nicht leichter.
Vielleicht weiß Annemarie dann einfach nur noch genauer, was sie sich wünscht, nämlich dass sie nichts finden.
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Wenn Verstehen im Körper ankommt
Du weißt es längst:
„Hier ist eine klare Grenze erreicht.“
„Ich muss jetzt Nein sagen.“
„Diese Beziehung tut mir nicht gut.“
Und trotzdem sagst du Ja.
Du bleibst.
Du passt dich an.
Du schluckst etwas herunter.
Warum?
Weil dein Körper auf die Situation möglicherweise noch nach einem alten Muster reagiert.
Vielleicht hast du vor langer Zeit Strategien erlernt, die sich sicher anfühlten:
Bloß keinen Konflikt.
Sei lieb.
Mach keine Umstände.
Verliere nicht die Verbindung.
Diese Strategien waren früher möglicherweise hilfreich, um die Bindung zu wichtigen Bezugspersonen aufrecht zu erhalten. Zu einer Zeit, in der wir als Kinder auf diese Beziehungen angewiesen waren, weil wir uns noch nicht selbst regulieren konnten.
Doch diese Muster können uns bis ins Erwachsenenalter begleiten.
Auch jetzt können eine Ablehnung, ein Konflikt oder eine Grenze noch sehr viel auslösen:
Der Körper reagiert mit Anspannung, Unruhe, Herzklopfen.
Du spürst einen Kloß im Hals oder Druck in der Magengegend.
Obwohl dein Kopf ja weiß:
Ich darf Nein sagen und ich bin trotzdem sicher.
Denn Verstehen allein verändert nicht immer sofort, wie wir uns fühlen oder reagieren.
Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem es sich lohnt, nicht nur zu fragen:
„Was denke ich darüber?“
Sondern auch:
„Was spüre ich gerade?“
Denn manchmal zeigt uns unser Körper etwas, das wir mit dem Verstand in dem Moment nicht in Worte fassen können.
Und manchmal reagiert unser Körper noch auf Erfahrungen oder Strategien von früher, obwohl der Verstand längst weiß, dass es alte Muster sind.
Beides gehört zusammen.
Denn wir sind weder nur Kopf noch nur Körper.
Veränderung kann deshalb am besten gelingen, wenn wir nicht nur etwas verstehen, sondern es auch erfahren und verkörpern.
Eine Grenze setzen und erleben, dass die Beziehung trotzdem bestehen bleiben kann.
Nein sagen und akzeptieren, dass jemand enttäuscht sein darf.
Bei sich bleiben und spüren: Ich bin trotzdem sicher.
So können neue Erfahrungen entstehen.
Im Kopf. Im Körper. Im ganzen Menschen.
#Körperwahrnehmung #Beziehungsmuster #Psychotherapie
14 Tage, die alles veränderten
Während einer dieser Sitzungen führte ich ein entscheidendes Gespräch mit einem Oberarzt. Er machte mir ein Angebot und schlug vor, eine Verhaltenstherapie nach Beck zu beginnen. Ich atmete einmal kurz tief durch und traf meine Entscheidung: „Jo, ich bin dabei, ich mach das“.
Ich wollte endlich wissen, was wirklich mit mir los ist, denn mir wurde klar, dass da noch viel mehr im Verborgenen lag, als ich mir anfangs eingestehen wollte. Also hieß es für mich als nächsten Schritt: Ab rüber in die psychiatrische Klinik.
Welcher Moment hat in deinem Leben schon einmal den entscheidenden Anstoß für eine große persönliche Veränderung gegeben?
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um sich groß zu fühlen,
verrät damit nur seine eigene Größe. 😉