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Nadia Wachter
Nadia Wachter am 03.09.2026 um 17:06:14 Uhr

Ich habe einfach keine Lust – wie motiviere ich mich?

Es gibt diese Tage.
Die Abschlussarbeit wartet. Die Bewerbung sollte längst abgeschickt sein. Die Steuererklärung liegt seit Wochen auf dem Schreibtisch. Eigentlich wissen wir genau, was zu tun wäre. Und trotzdem bekommen wir uns einfach nicht dazu.

Vielleicht fehlt uns gar nicht die Motivation.
Vielleicht lohnt es sich zunächst, eine andere Frage zu stellen.
Was hält mich eigentlich gerade zurück?
- Bin ich erschöpft?
- Bin ich überfordert?
- Ist die Aufgabe zu groß?
- Oder fehlt mir schlicht der Sinn hinter dem, was ich gerade tue?

Wenn wir das verstanden haben, hilft oft eine zweite Frage.
Nicht: „Warum muss ich das tun?“
Denn auf diese Frage antworten wir häufig mit Pflichten:
- weil die Uni es verlangt, 
- weil mein Arbeitgeber es erwartet, 
- weil ich muss. 
 


Sondern: „Wozu mache ich das?“
- Was wird dadurch möglich?
- Was habe ich davon?
- Was wünsche ich mir langfristig?
- Welchen Beitrag leistet diese Aufgabe zu meinem Leben?
- Was ist die Belohnung, auf die ich hinarbeite?

Manchmal verändern solche kleinen Fragen die Perspektive.
Denn Motivation entsteht häufig nicht dadurch, dass wir uns mehr Druck machen. Sondern dadurch, dass wir den Sinn hinter unserem Handeln wiederfinden.

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Marcus Woggesin
Marcus Woggesin am 03.09.2026 um 08:04:09 Uhr

Die ungeschönte Wahrheit. 🖤

Nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus hat mich der Schmerz so überwältigt, dass ich zu einem alten Fluchtweg gegriffen habe, um ihn zu betäuben. Es war nicht das erste Mal, dass Alkohol diese Rolle in meinem Leben gespielt hat.

Warum ich das so offen mit euch teile? Weil ich zeigen will, dass niemand von uns perfekt ist. Wir alle machen Fehler, wir alle haben unsere Dämonen und schwachen Momente. Doch genau das macht uns menschlich.

Meine wichtigste Botschaft an euch, die mir wirklich am Herzen liegt: Gebt niemals auf! Gebt niemals auf, ihr selbst zu sein – mit all euren Ecken, Kanten und Fehlern. Versteckt euch nicht vor der Welt. 🙏✨

Habt ihr auch schon mal an einem Punkt gestanden, an dem einfach alles zu viel wurde? Wie habt ihr wieder zu euch selbst gefunden?

Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren, lasst uns füreinander da sein. 👇💬

#Ehrlichkeit #WahreWorte #MentaleGesundheit #Authentizität #Schmerz #NiemalsAufgeben #SeiDuSelbst #Lebensweg #FehlerMachen #PersönlicheEntwicklung #Motivation #Tiefpunkt #Neuanfang #Selbstakzeptanz #MutZurLücke #MentalHealthGermany #alkoholabhängig #marcuswoggesin #therapeut24 #dasgeheimnisvondepressionen
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Friederike von Corratio
Friederike von Corratio am 03.09.2026 um 07:59:41 Uhr

Wie extrem muss man eigentlich heute sein, um überhaupt gehört zu werden?

Mich beschäftigt diese Frage gerade sehr.


Nicht nur in der Politik.


Sondern auch im Beruf.


In Familien.


In Freundschaften.


Und sogar unter Jugendlichen.


Vor einiger Zeit erzählte mir mein ältester Sohn, dass er in der Schule als „rechts“ gelte.


Ich musste erst einmal schlucken.


Also fragte ich nach.


Seine Antwort überraschte mich.


„Weil ich kein Emo bin.“


Nicht, weil er rechte Positionen vertritt.


Nicht, weil er sich politisch äußert.


Sondern weil es offenbar nur noch zwei Schubladen gab.


Und wer nicht eindeutig in die eine passte, landete automatisch in der anderen.


Vielleicht ist die Mitte heute der unbequemste Ort geworden.


Dieser Gedanke lässt mich bis heute nicht los.


Denn ich habe den Eindruck, dass genau das gerade an vielen Stellen passiert.


Nicht nur politisch.


Auch im Beruf.


Auch in Familien.


Auch in Freundschaften.


Der Raum zwischen


„Ich sehe das anders.“


und


„Dann eben gar nicht mehr.“


scheint immer kleiner zu werden.


Dabei entsteht Entwicklung doch genau dort.


Zwischen zwei Positionen.


Zwischen zwei Menschen.


Zwischen zwei Wirklichkeiten.


Ich wünsche mir keine Beliebigkeit.


Und ich wünsche mir auch keinen Konsens um jeden Preis.


Ich wünsche mir einen größeren Raum.


Einen Raum, in dem unterschiedliche Meinungen nicht automatisch zu einem Lager führen.


Einen Raum, in dem Widerspruch nicht sofort Trennung bedeutet.


Einen Raum, in dem Menschen ihre Meinung ändern dürfen, ohne ihr Gesicht zu verlieren.


Einen Raum, in dem man neugierig bleiben kann, statt sich vorschnell festzulegen.


Vielleicht ist genau das mein Verständnis von Raum für Veränderlichkeit.


Mich würde wirklich interessieren:


Wie schafft Ihr es, Haltung zu zeigen, ohne sofort einer Seite zugerechnet zu werden?


Oder ist genau das inzwischen die eigentliche Herausforderung unserer Zeit?

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Marlies Koel
Marlies Koel am 03.09.2026 um 07:50:18 Uhr

𝗗𝘂 𝗵𝗮𝘀𝘁 𝗲𝘀 𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗹ä𝗻𝗴𝘀𝘁 𝘃𝗲𝗿𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱𝗲𝗻.

𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 ä𝗻𝗱𝗲𝗿𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝘁𝗿𝗼𝘁𝘇𝗱𝗲𝗺 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀?


Weil frühe Muster nicht im Kopf sitzen, sondern im Körper. Mein neuer Artikel zeigt, wie echte Veränderung wirklich entsteht.


Link im ersten Kommentar. 👇


Was hast du längst verstanden, aber noch nie wirklich erlebt?


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👉 Wenn du nicht länger funktionieren, sondern ankommen willst, folge mir.
♻️ Teile ihn gerne mit deinem Netzwerk.

Marcus Woggesin
Marcus Woggesin am 02.09.2026 um 12:44:15 Uhr

Für Therapeuten & Coaches

Ein Tag, der alles veränderte… 💔 Warum ich tue, was ich heute tue.

Um zu verstehen, warum ich dir bei deinen mentalen Herausforderungen helfen kann, möchte ich meine eigene Geschichte mit dir teilen.

In diesem Video nehme ich dich mit zum 16. September 2009. Es war ein Tag, der ohnehin schon von schwerer Trauer um meinen Onkel geprägt war. Doch was an diesem Abend passierte, zog mir endgültig den Boden unter den Füßen weg: Ein plötzlicher Anruf meiner damaligen Partnerin veränderte schlagartig alles.

Es war ein Schock, den ich damals einfach nicht verkraften konnte.
Warum mich dieses Ereignis so aus der Bahn geworfen hat und wie es danach weiterging, verrate ich dir in der nächsten Folge.

💬 Hast du auch schon mal einen Moment erlebt, der dein Leben von heute auf morgen auf den Kopf gestellt hat? Schreib es mir in die Kommentare.

👉 Folge dem Kanal, um den nächsten Teil meiner Geschichte nicht zu verpassen.

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Marcus Woggesin
Marcus Woggesin am 02.09.2026 um 12:39:20 Uhr

Psychologische Fachkräfte leisten täglich Herausragendes – doch schöpfst du das Potenzial deiner Praxis wirklich voll aus?

Hallo, ich bin Marcus, der Gründer von Therapeut24.de. In meinem neuesten Video erzähle ich euch ein wenig über mich und meinen Weg. Ich war nicht immer in dieser Branche tätig und weiß aus eigener Erfahrung sehr genau, wie es ist, wenn es einem körperlich und vor allem psychisch nicht gut geht. Genau aus diesem Grund habe ich den allergrößten Respekt vor dem Beruf, den ihr ausübt!

Mein Ziel ist es, euch etwas zurückzugeben. Ich lade euch ein, mich auf meiner Reise zu begleiten. Ich möchte euch zeigen, wie ihr von meinen Erfahrungen profitieren und euch so aufstellen könnt, dass ihr deutlich mehr Selbstzahler für eure Praxis gewinnt.

Wenn du bereit bist, deine Praxis zu optimieren und den nächsten Schritt zu gehen, dann schau dir das Video an!

Lass uns in den Kommentaren austauschen: Was ist aktuell deine größte Herausforderung bei der Gewinnung von Selbstzahlern?

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Christian Krause
Christian Krause am 02.09.2026 um 12:30:53 Uhr

Warum ärgern?

Ich gebe es zu ich habe mich oft und viel geärgert. Anlass gab und gibt es genug. Ergibt das Sinn? Ändert es etwas? Nein, tut es nicht. Na ja für mich selbst schon. Ich fühle mich schlechter, hab mir den Moment, den Tag versaut. Juckt niemanden sonst. So wird das nichts. Warum also die Information nicht anders nutzen? Warum nicht dankbar sein, dass Menschen sehr deutlich zeigen, wenn es besser ist Abstand zu halten? Deswegen mehr Liebe für Menschen, die
 
-> Ja, aber benutzen. Meistens zeigen sie damit, dass sie nicht zu hören wollen oder können. Nicht zwei Gedanken für wahr halten können. Sich selbst am liebsten reden hören. Sie wollen mit vermeintlichem Scharfsinn glänzen. Da ist es meist zwecklos und reine Zeitverschwendung auf einen Dialog zu warten. Ja, aber ist mehr als Einwand, es bringt dich permanent in die Defensive. Du sollst in die Rechtfertigung gehen. Nö
 
-> Nicht in der Lage sind außerhalb von Kategorien zu denken. „Wer nur in Schubladen denkt, könnte in einem Schrank hocken.“ Ich kann mich leider nicht erinnern, woher ich dieses Zitat habe. Die eigene Schublade ist sowieso die tollste, die die über jeden Zweifel erhabene Schublade und alle anderen bestenfalls mittelmäßig. Da geht es meistens eh nur um den Vergleich. Die eigene Schublade zeichnet sich vor allem durch ihre Überlegenheit gegenüber den anderen Schubladen aus. Und damit es auch schön so weitergeht werden munter neue Schubladen aufgemacht.
 
-> Andere Menschen nach ihren Attributen beurteilen und nicht nach ihrem Verhalten. Das Beste, was du hier erreichen kannst ins Neutrale kommen. Du startest so derart im Minus, dass du dankbar sein sollst überhaupt atmen zu dürfen. Du musst erstmal etwas beweisen. Was? Was auch immer. Ist völlig egal. 
 
Bonus: Alle, die immer noch so´n Manfred, so´n Dieter oder so´ne Birgit benutzen. Ich fand es schon immer ätzend. Vielleicht schon vergessen, aber davor waren es Kevins oder Chantals. Und davor waren Alis oder Ayses. Kopieren war schon immer erbärmlich. Von dummen Menschen kopieren...


Dennoch bin ich dankbar und wünsche Einsicht. Bis dahin geh doch andern auf den Keks.

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Angela Hausotter
Angela Hausotter am 02.09.2026 um 07:21:40 Uhr

Wechseljahre und ADHS

Ich begleite Unternehmerinnen und Selbständige durch die Phase, in der Wechseljahre und ADHS gleichzeitig zuschlagen. Wenn der Kopf nicht mehr zur Ruhe kommt, der Körper nicht mehr mitspielt und das Familiensystem aus dem Gleichgewicht gerät, arbeite ich mit meinen Klientinnen daran, dass sie wieder Boden unter den Füßen bekommen.

Mein Ansatz: Ich schaue auf die Blutwerte, die Hormone, die systemischen Dynamiken – und auch auf das, was sich nicht in Zahlen messen lässt. Ich habe diese Kombination selbst durchlebt und weiß, wie es sich anfühlt, wenn beides gleichzeitig eskaliert. Genau deshalb verstehe ich, wo die echten Stellschrauben liegen.

Letztes Jahr habe ich über 20 Frauen dabei unterstützt, sich ein neues Leben das wieder funktioniert und zu ihnen passt aufzubauen. Drei Scheidungen wurden verhindert, weil wieder Verständnis ins System kam. 5 Karrieren sind wieder in Gang gekommen, weil die Frauen sich wieder etwas zugetraut haben.

Das Ergebnis: Ruhe im Kopf, ein belastbarer Körper, ein Familiensystem und eine berufliche Leidenschaft die wieder funktioniert.

Meine Klientinnen schätzen, dass ich ruhig und humorvoll bin, empathisch arbeite und alle Ebenen im Blick habe – hormonell, systemisch, spirituell.
Ich bin kein Coach, der nur redet. Ich bin jemand, der da war und den Weg kennt.

Bereit für Klarheit statt Chaos?

Buch dir hier dein kostenloses Klarheitsgespräch:
https://meet.brevo.com/angela-hausotter/klarheitsgespraech

Ich freu mich auf dich.
Angela

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Jean-Marie Bottequin
Jean-Marie Bottequin am 02.09.2026 um 07:11:21 Uhr

Meine Einladung an Dich: lerne Menschen kennen, so wie ich es als Beobachter über Jahrzehnte genau hingesehen habe – ohne zu urteilen, ohne Dich in den Vordergrund zu stellen.
"ERKENNE DICH SELBST"
Andrea Nowack
Andrea Nowack am 02.09.2026 um 07:09:47 Uhr

Ich spüre, ich fühle, meinen Kopf, denkt dass…

Mit diesen drei Satzanfängen lassen sich einige Gefühle / Eindrücke / Gedanken aus meiner Sicht ganz gut sortieren. 


Seit über zwei Jahren übe ich ehrliches mitteilen, Level 1 - nach Gopal Klein - online. Ich habe viele neue Gruppenangebot auf der Plattform #honestsharing entdeckt und wäre neugierig, wie viele Menschen davon profitieren und ihre Erkenntnisse mit in den Alltag und ins Berufsleben nehmen. Ich selbst empfinde u.a. das aufmerksame Zuhören dabei sehr wertvoll. Manchmal notiere ich mir Sätze danach, die mich besonders berühren und resonnieren mit meiner aktuellen Lebenssituation. 


Was wäre ein Satz, den du dir heute notieren würdest?


Hast du es schon einmal versucht? 
Wenn ja, was waren deine Eindrücke? 
Danke für deine Kommentare, wenn andere davon profitieren können. 


andNow:
bewusst sinnvoll weiterkommen. 


Im Oktober plane ich eine neue Gruppe. 
Hast du Interesse? 


Schreib mir, auch wenn du Beratung zu SelbstFührung und ZukunftsKompetenzen suchst.

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Diana Ganswindt
Diana Ganswindt am 01.09.2026 um 11:37:18 Uhr

Natürlich ist die Entwicklung von Mitarbeitenden auch Führungsaufgabe.

Du gibst Feedback.
Du klärst Erwartungen.
Du schaffst Lernmöglichkeiten.
Du räumst Hindernisse aus dem Weg.


Und trotzdem gibt es eine Grenze:


Du kannst Verantwortung für den Rahmen übernehmen, aber nicht für die Entwicklung eines anderen Menschen.


Du kannst ein Gespräch führen.
Die nächsten Schritte muss dein Gegenüber selbst gehen.
Du kannst Chancen schaffen.
Nutzen muss sie die Person selbst.
Du kannst Entwicklung begleiten.


Verantwortung dafür übernehmen kannst du nicht.
Für Führungskräfte ist genau diese Trennung oft anspruchsvoll: unterstützen, ohne zu übernehmen.


Gerade dann, wenn du Potenzial siehst und gern mehr Bewegung ermöglichen würdest.
Wo trägst du gerade noch Verantwortung, die eigentlich bei deinem Gegenüber liegt?
#Leadership #Coaching #FrauenInFührung

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Margit Flierl
Margit Flierl am 01.09.2026 um 11:35:00 Uhr

„Ich müsste öfter Nein sagen können“

Warum Nein sagen so schwerfällt und was wir dagegen tun können


 


Diesen Satz höre ich in meiner Praxis immer wieder.


Die Einladung zum Geburtstag.
Die zusätzliche Aufgabe im Büro.
Die Bitte der Nachbarin.
Der Gefallen für einen Freund.


Innerlich ist uns die Antwort sonnenklar - und trotzdem hören wir uns sagen:


"Ja, ich mache das."


Danach ärgern wir uns über uns selbst.


 


Nein.


Es ist eines der ersten Wörter, die Kinder lernen.


Und wahrscheinlich das Wort, das Eltern am häufigsten hören.


Kinder haben damit kein Problem.


Sie sagen Nein, wenn sie Nein meinen.


Irgendwann ändert es sich: aus einem klaren Nein wird ein höfliches Ja.


 


Das Problem ist selten das Nein.


Nein sagen fällt den meisten Menschen gar nicht grundsätzlich schwer.


Schwierig wird es bei Menschen, die uns wichtig sind:


Beim Partner. Bei Freunden. In der Familie. Bei Kollegen.


 


Was passiert in Ihrem Kopf?


Vielleicht kennen Sie solche Gedanken:


·         Ich darf niemanden enttäuschen.


·         Ich muss meinen Freunden helfen.


·         Der/die mag mich nicht mehr, wenn ich ablehne.


·         Wenn ich Nein sage, bin ich egoistisch.


 


Eine kleine Trockenübung


Wenn Ihnen ein klares Nein schwerfällt, sagen Sie bei der nächsten Anfrage einfach:


„Gerne. Morgen."


Oder:


„Ich denke kurz darüber nach und gebe dir später Bescheid."


Jetzt beginnt das Experiment:


Achten Sie zuerst auf Ihre Gedanken.


„Jetzt ist er bestimmt beleidigt." 


Beobachten Sie anschließend den anderen.


Reagiert er wirklich so, wie Sie es erwartet haben?


Oder spielte sich alles nur in Ihrem Kopf ab?


 


Warum sage ich Ja, obwohl ich Nein meine?


„Ich darf niemanden enttäuschen."


Nicht das Nein ist das Problem, sondern das Müssen dahinter.


Fragen Sie sich:


Wo steht das geschrieben?


Gibt es irgendwo ein Gesetz, dass Sie jede Bitte erfüllen müssen?


Oder haben Sie sich diese Regel irgendwann selbst auferlegt?


 


Die eigentliche Freiheit


Immer nur Nein zu sagen soll natürlich nicht das Ziel sein.


Das Ziel ist vielmehr, nicht mehr automatisch Ja zu sagen.


Halten Sie einen Moment inne und fragen Sie sich:


Will ich das wirklich?


Genau in diesem kurzen Moment entsteht Freiheit.


Nicht die Freiheit, immer Nein zu sagen.


Sondern die Freiheit, wieder selbst zu entscheiden.


Aus einem automatischen Ja wird wieder eine bewusste Entscheidung.


 


Fazit


Ein Nein zu einer Bitte ist kein Nein zu einem Menschen.


 


Sie müssen nicht lernen, häufiger Nein zu sagen.


Aus einem automatischen Ja darf wieder eine bewusste Entscheidung werden.


Ein ehrliches Nein ist wertvoller als ein unehrliches Ja.

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Anastasiia Sukhorukova
Anastasiia Sukhorukova am 01.09.2026 um 11:04:35 Uhr

Die Behandlung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung ist anspruchsvoll

Nicht allein die Diagnose macht die Behandlung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung anspruchsvoll. Oft ist es auch das, was wir bereits mit dieser Diagnose verbinden.


Ich unterrichte und supervidiere Psychotherapeut:innen schon seit mehreren Jahren besonders gern in der Arbeit mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen und borderline-nahen Dynamiken.


Viele Kolleg:innen reagieren auf diese Diagnose zunächst mit Unsicherheit. Menschen mit BPS sind auch innerhalb des Versorgungssystems noch immer mit Vorannahmen konfrontiert. Sie gelten als „zu instabil“, „zu riskant“ oder „zu schwer behandelbar“.


Die Behandlung kann anspruchsvoll sein. Anspruchsvoll bedeutet jedoch nicht aussichtslos.


Fünf Themen begegnen mir dabei besonders häufig:


1. Emotionsregulation


Unter hoher innerer Anspannung können Affekte sehr intensiv werden. Gleichzeitig fällt es Betroffenen schwerer, eigene und fremde innere Zustände differenziert wahrzunehmen, einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren.


DBT-Skills können dabei helfen, die Anspannung zu reduzieren. Ebenso wichtig ist jedoch die therapeutische Beziehung: Regulation braucht zu Beginn häufig Koregulation, einen Menschen, der präsent bleibt, die Intensität mitträgt und dennoch nicht die Kontrolle übernimmt.


2. Selbstverletzung und Suizidalität


Nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten kann dazu dienen, innere Spannung, Leere oder kaum erträglichen psychischen Schmerz zu regulieren. Es sollte weder vorschnell als „Manipulation“ noch automatisch als Suizidversuch interpretiert werden.


3. Die Frage nach der „richtigen“ Methode


Aktuelle Leitlinien empfehlen eine strukturierte Psychotherapie, die gezielt auf die Kernprobleme der Borderline-Persönlichkeitsstörung ausgerichtet ist. Den einen Goldstandard gibt es jedoch nicht.
Entscheidend ist nicht methodische Beliebigkeit, sondern eine fachlich begründete und individuell abgestimmte Behandlungsplanung.


4. Der nichtlineare Therapieverlauf


Therapeutischer Fortschritt verläuft nur selten stetig aufwärts. Stabilere Phasen können sich mit Krisen, Rückzug oder einer vorübergehenden Verschlechterung abwechseln. Auch die therapeutische Allianz kann Schwankungen unterliegen. 


5. Gegenübertragung


Angst, Hilflosigkeit, Ärger, Rettungsimpulse oder ein starkes Verantwortungsgefühl machen Therapeut:innen nicht ungeeignet.


Unreflektiert können solche Reaktionen die therapeutischen Grenzen und die Arbeitsbeziehung belasten. Reflektiert können sie zu einer wertvollen Quelle klinischer Information werden.


Je genauer wir diese Prozesse verstehen, desto weniger muss die Diagnose selbst Angst auslösen.


Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung brauchen keine Therapeut:innen ohne eigene Gefühle. Sie brauchen Therapeut:innen, die ihre Reaktionen wahrnehmen, einordnen und professionell nutzen können. Und was auch wichtig ist - sich gesund involviert und beeinflusst fühlen, ohne Kontakt zu verlieren.

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Friederike von Corratio
Friederike von Corratio am 01.09.2026 um 10:37:23 Uhr

Wir müssen aufpassen, dass wir unseren Kindern nicht die Zuversicht nehmen.

Ich habe vier Kinder.


Und ich merke gerade etwas an mir selbst:


Meine Zuversicht ist nicht mehr so selbstverständlich wie früher.


Sie ist nicht weg. Aber ich muss manchmal etwas dafür tun, dass sie bleibt.


Mich regulieren. Abstand gewinnen. Mich daran erinnern, dass eine schwierige Gegenwart nicht automatisch eine schlechte Zukunft bedeutet.


Gleichzeitig beobachte ich meine Kinder und andere junge Menschen.


Ich sehe Frustration. Rückzug. Unsicherheit.


Was geben wir Erwachsenen dieser Generation gerade mit?


Die aktuellen Zahlen der COPSY-Studie finde ich eindrücklich:


Mehr als 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen berichten von Zukunftsängsten.


70 Prozent sorgen sich wegen Kriegen, 62 Prozent wegen Terrorismus, 57 Prozent wegen wirtschaftlicher Probleme.


Rund 23 Prozent zeigen psychische Auffälligkeiten – mehr als vor Corona.


Das bedeutet natürlich nicht:


Die Erwachsenen sind schuld.


Und Kinder sollen nicht angstfrei aufwachsen.


Im Gegenteil.


Kinder und Jugendliche sollen wütend sein.


Sie sollen rebellieren.


Sie sollen uns für vollkommen bescheuert halten. 😄


Sie sollen sagen:


„Das mache ich später anders.“


Ausprobieren. Grenzen verschieben. Fehler machen. Sich überschätzen. Ideen haben, bei denen wir denken: Das funktioniert doch niemals.


Vielleicht gehört genau das zum Erwachsenwerden:


Die Welt vorzufinden, die wir gebaut haben – und die Chuzpe zu besitzen, sie verändern zu wollen.


Aber dafür braucht es etwas:


Die Vorstellung, dass Veränderung überhaupt möglich ist.


Und ausgerechnet wir Erwachsenen reden sehr viel darüber, was alles nicht mehr funktioniert.


Krieg. Klima. Wirtschaft. Wohnen. Rente. Bildung. Politik. KI.


Vieles davon ist real. Vieles macht auch mir Sorgen.


Aber wenn wir nur noch erschöpft auf diese Welt schauen – was bleibt dann für diejenigen übrig, die sie nach uns gestalten sollen?


Die Forschung zeigt auch Schutzfaktoren:


Optimismus. Zuversicht. Verlässliche Beziehungen. Soziale Unterstützung.


Wir müssen unseren Kindern deshalb nicht erzählen:


„Alles wird gut.“


Das wissen wir nicht.


Vielleicht reicht:


„Ich weiß nicht, wie es wird. Aber ich glaube daran, dass du etwas daraus machen kannst.“


Und dafür lohnt der Blick auf unsere eigene Angst:


Ist das wirklich die Aussicht meines Kindes auf seine Zukunft?


Oder ist es meine Aussicht auf seine Zukunft?


Für mich bedeutet Raum für Veränderlichkeit auch:


Nicht nur darauf zu achten, welche Welt wir der nächsten Generation hinterlassen.


Sondern welches Gefühl für diese Welt wir ihnen mitgeben.


Kinder brauchen keine perfekte Welt. Und keine Erwachsenen ohne Angst.


Aber vielleicht müssen wir ihnen etwas Entscheidendes übriglassen:


genug Zuversicht, um daran zu glauben, dass es sich lohnt, die Dinge anders zu machen.


Danke Silke Müller für Deine Sorge für die nächste Generation.


Zum Nachlesen hier der Link zur Studie: https://lnkd.in/dP4BtwRf

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