Vielleicht ist Funktionieren nicht nur das Problem.

von Melanie J o c h e m – 02. Oktober 2026

Vielleicht ist es manchmal auch der Schutz. 
Über diesen Gedanken denke ich gerade viel nach. Wir sprechen häufig darüber, wie wichtig Grenzen, Selbstfürsorge und weniger Stress sind. Doch was geschieht eigentlich, wenn ein Mensch jahrelang über Leistung, Verantwortung und Gebrauchtwerden Stabilität hergestellt hat? 

Dann bedeutet „weniger funktionieren“ möglicherweise weit mehr als eine Veränderung im Zeitmanagement. Es kann Fragen berühren wie: Wer bin ich ohne meine Aufgaben? Was möchte ich eigentlich selbst? Was fühle ich, wenn es ruhiger wird? Und worüber müsste ich vielleicht nachdenken, wenn mein Alltag mich nicht permanent beschäftigt hält? 

Psychologische Forschung legt nahe, dass emotionale Unterdrückung und Vermeidung zwar kurzfristig regulierend wirken können, bei habitualisiertem Einsatz jedoch mit geringerem Wohlbefinden und ungünstigeren Beziehungs- und Belastungsmustern zusammenhängen können.

Das bedeutet für mich allerdings nicht, dass wir nun möglichst schnell „alles fühlen“ müssen. Vielleicht braucht Veränderung gerade keinen radikalen Bruch. Vielleicht braucht sie Sicherheit, Zeit und die Erfahrung: Ich kann mir selbst begegnen, ohne mich zu überfordern. 

Darüber schreibe ich heute in meinem neuen Kapitel der Visionsbriefe: „Und wer bin ich dann?“ 

Mich interessiert besonders: Was hält Menschen stärker im Funktionieren – die Gewohnheit oder die Unsicherheit darüber, wer sie ohne dieses Funktionieren wären? 

Den vollständigen Beitrag findest du auf meinem Substack. Auf dem Bild findest DU meinen Kanalnamen und im ersten Kommentar den Link zum direkten Lesen.

Herzliche Grüße 
Melanie

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