Wer nennt deinen Namen, wenn Verantwortung vergeben wird und du nicht im Raum
von Diana Ganswindt – 29. Oktober 2026Wenn wir Frauen beim ersten Schritt in Führung unterstützen wollen, gehört diese Frage für mich dazu.
Der CMI-Report „Ready to Lead“ zeigt, wie unterschiedlich Aufstiegschancen wahrgenommen werden: 44 Prozent der befragten männlichen Führungskräfte stimmten der Aussage stark zu, ihre Organisation biete gleiche Aufstiegschancen. Bei den befragten weiblichen Führungskräften waren es 24 Prozent.
Das sind Wahrnehmungen aus einer britischen Befragung. Sie belegen keine einzelnen Diskriminierungsfälle. Für mich ist das ein Anlass, genauer hinzuschauen: Wer eröffnet Frauen tatsächlich den Zugang zu Verantwortung?
Um das zu beantworten hilft eine Unterstützerlandkarte.
Sie macht sichtbar, wer dich heute schon auf dem Weg in Führung begleitet und wo noch niemand ist. Das hilft, weil Chancen selten allein durch Leistung entstehen. Sie entstehen auch dadurch, dass andere von deinem Ziel wissen und dich ins Gespräch bringen. Wer seine Lücken kennt, kann gezielt Gespräche suchen, statt auf Zufall zu hoffen.
Schreib drei Fragen auf und ergänze jeweils Namen:
• Wer berät mich und gibt mir ehrliches Feedback?
• Wer überträgt mir Aufgaben, an denen ich Führung erproben kann?
• Wer bringt meinen Namen ins Gespräch, wenn Verantwortung vergeben wird?
Schau anschließend auf die Lücken.
Wo brauchst du ein Gespräch?
Welche Aufgabe möchtest du übernehmen?
Wer sollte wissen, dass du führen willst?
Für Führungskräfte und Personalverantwortliche gehört die Gegenfrage dazu:
Wem eröffne ich konkret eine solche Möglichkeit?
Und jetzt zu dir: Wer hat deinen Namen genannt, als du nicht im Raum warst?
Quelle: Chartered Management Institute mit Girlguiding, Young Women’s Trust und Women@Tech: „Ready to Lead“, Oktober 2026.
https://lnkd.in/eXhG-wns
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