Diesen Satz höre ich immer wieder.

von Andrea Klara Fröhlich – 21. September 2026

Und ich verstehe ihn gut.

Menschen, die viel Verantwortung tragen, sind es gewohnt, Lösungen zu finden. Sie denken voraus, wägen Risiken ab, übernehmen Verantwortung und funktionieren auch dann noch, wenn es längst anstrengend wird.

Genau das macht sie beruflich erfolgreich.

Aber irgendwann kann dieselbe Stärke zur Falle werden.

Dann klingt es vielleicht so:

„Ja, aber wenn ich das Projekt jetzt abgebe, verliere ich den Lead.“

„Ja, aber mein Partner hat im Moment noch weniger Kapazitäten als ich.“

„Ja, aber die Kinder brauchen mich gerade in dieser Phase.“

Alles gute Argumente. Alles nachvollziehbar.

Und trotzdem bleibt manchmal dieses leise Gefühl:

So kann es auf Dauer nicht weitergehen.

In meiner Begleitung geht es deshalb nicht darum, Ihnen zu erklären, was Sie anders machen sollten.

Auch nicht darum, Ihre Argumente zu widerlegen.

Sondern gemeinsam mit Ihnen genauer hinzuschauen:

Was davon ist wirklich unveränderbar?

Was übernehmen Sie aus Verantwortung?

Und wo sind Sie vielleicht so sehr in Ihrer Rolle als Führungskraft, Partnerin oder Partner, Mutter oder Vater, dass der Mensch dahinter kaum noch zu Wort kommt?

Manchmal braucht es dafür keine schnelle Lösung.

Sondern einen vertraulichen Raum, in dem einmal alles ausgesprochen werden darf, was sonst keinen Platz hat.

Denn Führung endet nicht an der Bürotür. Und auch Verantwortung sollte nicht bedeuten, sich selbst dabei zu verlieren.

Genau dort bekommt der Mensch hinter der Rolle wieder Raum.

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