Das will doch keiner lesen.

von Ulrike Scholz – 20. August 2026

Vor zwei Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich einmal regelmäßig Beiträge veröffentlichen würde.

LinkedIn? Social Media? Fallstudien?

Lange dachte ich: Ich muss doch nun nicht auch noch über Dinge schreiben, die eigentlich schon jeder weiß.

Heute sehe ich das ein bisschen anders.

Ich habe Freude daran gefunden, psychologische Zusammenhänge in eine alltagstaugliche Sprache zu übersetzen.
Vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass mein ursprünglicher Beruf Übersetzerin ist.

Und manchmal führt dieser Weg sogar bis in ein Fachmagazin.
Nun ist bereits meine zweite Fallstudie im Fachmagazin des VFP erschienen und darüber freue ich mich sehr.

Was mich an therapeutischer Arbeit immer wieder fasziniert, ist, dass Veränderung manchmal schon an einem einzigen Bild sichtbar wird.
In der beschriebenen Begleitung war es das Bild eines schweren Mantels, der alles belastend und mühsam machte. Im Laufe der Therapie wurde daraus ein leichter Regenmantel.

Der Schutz blieb. Die Schwere durfte gehen.

Aus diesem inneren Bild entstand schließlich auch der Titel der Fallstudie:
„Ab jetzt reicht ein Regenmantel – wenn aus Schwere wieder Leichtigkeit wird.“

Die Veröffentlichung beschreibt den therapeutischen Prozess einer jungen Frau nach einer Trennung und zeigt, wie ressourcenorientierte Psychotherapie dabei unterstützen kann, wieder Vertrauen in sich selbst und das eigene Leben zu entwickeln.

Ich freue mich sehr, dass dieser therapeutische Weg nun auch andere Kolleginnen und Kollegen inspirieren darf.

Und vielleicht ist genau das für mich das Schönste an diesem Weg:
Was vor zwei Jahren mit der Frage begann, ob ich überhaupt etwas zu sagen habe, ist inzwischen zu einer großen Freude am Schreiben geworden.

Nicht, weil noch nicht alles gesagt wurde.
Sondern weil es vielleicht auch etwas ausmacht, wie wir etwas sagen.

Den vollständigen Artikel findest du hier:
https://lnkd.in/eYSutVD4


#Psychotherapie #Psychologie #Fallstudie