Was hilft, wenn ich ständig vom Schlimmsten ausgehe?
von Nadia Wachter – 20. August 2026Morgen steht ein schwieriges Gespräch an.
Und im Kopf hat es längst stattgefunden. Mehrfach.
Der andere reagiert völlig anders als erhofft. Uns fehlen die Worte. Das Gespräch eskaliert. Und irgendwann liegen wir nachts wach wegen eines Ereignisses, das noch gar nicht stattgefunden hat. Und vielleicht auch gar nicht so stattfinden wird.
Mögliche Risiken vorauszudenken, kann durchaus sinnvoll sein: Wir können uns vorbereiten und überlegen, wie wir reagieren möchten. Doch manchmal bleiben unsere Gedanken dann ausschließlich an dem hängen, was alles schiefgehen könnte
Dann lohnt sich vielleicht eine weitere Frage:
Nicht nur: „Was könnte schiefgehen?“
Sondern auch: „Was könnte gutgehen?“
Wie oft sind Situationen tatsächlich so schlimm ausgegangen, wie Sie vorher befürchtet hatten? Wie oft lief es besser? Und woran lag das?
Realistisch denken bedeutet nicht, Risiken auszublenden. Es bedeutet aber auch nicht, ausschließlich Risiken zu betrachten.
Vielleicht können Sie das schwierige Gespräch nicht vorhersehen. Aber Sie können sich vorbereiten. Sie können überlegen, was Ihnen wichtig ist und wie Sie mit Unvorhergesehenem umgehen könnten.
Auch im Coaching in Karlsruhe und online kann es deshalb darum gehen, belastende Gedanken zunächst zu verstehen, sie auf ihren Realitätsgehalt zu prüfen und Strategien für einen anderen Umgang damit zu entwickeln.
Denn manchmal kostet uns nicht das bevorstehende Ereignis die meiste Kraft, sondern all die Versionen davon, die wir vorher schon im Kopf erlebt haben.
Mehr Gedanken dazu finden Sie in meinem Beitrag zum Stressabbau im Coaching-Café.