„Diversity? Irgendwann muss auch mal Schluss sein.“

von Milos Rakic – 22. September 2026

Fortbildungsstunden für Trainerkolleg:innen 

„Diversity? Irgendwann muss auch mal Schluss sein.“

Gendern. Identitäten. Religion. Herkunft. Individuelle Bedürfnisse. Rücksichtnahme.

Müssen wir jetzt wirklich auf ALLES Rücksicht nehmen?

Darf eine Transfrau im Frauensport antreten?
Wie entscheiden wir über die Unterbringung einer Transperson im Strafvollzug?
Wann wird aus Gleichbehandlung Ungleichbehandlung?
Wann wird aus Rücksichtnahme Bevorzugung?

Und überhaupt:

Wo ziehen wir endlich die Grenze?

Provokant? Ja. Absichtlich.

Denn genau hier beginnt für mich die interessante Auseinandersetzung mit Gender Mainstreaming und Diversity.

Nicht dort, wo wir uns gegenseitig bestätigen, dass Vielfalt wichtig ist. Das ist einfach.

Spannend wird es dort, wo zwei legitime Interessen miteinander kollidieren.

Selbstbestimmung vs. Schutz.
Gleichbehandlung vs. Nachteilsausgleich.
Inklusion vs. Wettbewerbsfairness.
Individuelle Bedürfnisse vs. gemeinsame Regeln.

Deshalb dürfen wir auch bei Diversity die rosarote Brille abnehmen.

Kritisches Hinterfragen bedeutet nämlich nicht automatisch Ablehnung. 𝐈𝐦 𝐆𝐞𝐠𝐞𝐧𝐭𝐞𝐢𝐥: 𝐖𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐳𝐢𝐩 𝐞𝐫𝐧𝐬𝐭 𝐧𝐢𝐦𝐦𝐭, 𝐬𝐨𝐥𝐥𝐭𝐞 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐭 𝐬𝐞𝐢𝐧, ü𝐛𝐞𝐫 𝐬𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧, 𝐙𝐢𝐞𝐥𝐤𝐨𝐧𝐟𝐥𝐢𝐤𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐮𝐧𝐛𝐞𝐚𝐛𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐭𝐞𝐧 𝐊𝐨𝐧𝐬𝐞𝐪𝐮𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧.
Genau das möchte ich in meiner nächsten Fortbildung mit meinen Trainer:innenkolleg:innen machen.

Keine vorgefertigten Antworten.
Kein „Das darf man nicht fragen.“
Aber auch kein Stammtisch.

Sondern:
𝗙𝗮𝗸𝘁𝗲𝗻. 𝗔𝗿𝗴𝘂𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲. 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗽𝗲𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲𝗻. 𝗗𝗶𝘀𝗸𝘂𝗿𝘀.

Und vielleicht die schwierigste Frage von allen:

Wenn ich eine Grenze ziehe... Beruht sie auf nachvollziehbaren Kriterien oder auf meinem eigenen Weltbild?

Darüber kann man streiten.
Und genau das sollten wir auch.

Dein Milos. 🌻

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