Selbstermächtigung durch Vergebungsarbeit
von Claudia Paschke – 23. Januar 2026Selbstermächtigung durch Vergebungsarbeit
Leidest du unter einem geringen Selbstwertgefühl? Damit bist du nicht allein. Es ist ein Thema, das viele Menschen betrifft – unabhängig davon, wie stark, erfolgreich oder kontrolliert sie nach außen wirken. Denn wer wirklich in sich ruht, hat es nicht nötig, andere kleinzuhalten, um sich selbst größer zu fühlen. Machtstreben und Selbstabwertung haben oft dieselbe Wurzel: einen inneren Mangel.
Schuld, Scham und Wut loslassen
Egal, an welchem Punkt deines Lebens du gerade stehst: Trägst du Wut, Schuld- oder Schamgefühle in dir, wirken sie zerstörerisch – nach innen wie nach außen. Sie binden Energie, vergiften Beziehungen und halten dich in alten Mustern gefangen. Vergebungsarbeit ist deshalb kein moralischer Akt, sondern ein zutiefst befreiender Schritt zu dir selbst. Sie wirkt wie eine Entgiftung auf mentaler und emotionaler Ebene. Wer vergeben kann – sich selbst und anderen – schafft Raum für innere Heilung und spürbare Veränderung im Außen.
Vergebung ist kein Weg der Wut
Wut schreit nach Vergeltung, doch sie heilt nicht. Niemand würde dich herabsetzen oder verletzen, der nicht selbst verletzt worden wäre. Nur verwundete Menschen verwunden andere. Und oft sind wir selbst unsere härtesten Richter. Achte einmal auf deine inneren Dialoge: Niemand spricht so abwertend mit uns wie unser eigener Verstand. Viele dieser Gedanken sind keine Feinde, sondern Signale – sie wollen auf etwas Unverarbeitetes aufmerksam machen, das gesehen und geheilt werden möchte. Vergebungsarbeit beginnt deshalb mit dem Entladen innerer Anspannung und führt dann zu einem tieferen Verständnis. Erst wenn wir verstehen, kann sich etwas lösen.
Liebe heilt – Bestrafung heilt nicht
Hass, Ausgrenzung und Verachtung haben noch nie Heilung gebracht. Das zeigen nicht nur persönliche Schicksale, sondern auch die großen Konflikte dieser Welt. Der größte Krieg jedoch tobt in uns selbst. Liebe bedeutet nicht, alles hinzunehmen. Sie bedeutet, hinzuschauen, zu verstehen und Lösungen zu finden, die alle inneren Anteile würdigen. Wo Mangel ist, möchte etwas genährt werden. Wo Dunkelheit herrscht, braucht es Licht – keine weitere Strafe.
Veränderung ist möglich
Vergebung dient in erster Linie dir. Sie macht frei von Gedanken und Gefühlen, die dein Handeln unbewusst steuern. Unrecht wird dadurch nicht verharmlost, sondern transformiert. Was geschehen ist, kann nicht rückgängig gemacht werden – aber es muss deine Zukunft nicht bestimmen. Alte Muster, oft aus der Kindheit oder sogar aus früheren Generationen übernommen, können gelöst werden. Wer sich mit der eigenen Vergangenheit aussöhnt, gewinnt Beweglichkeit, Klarheit und innere Freiheit zurück. Vergebung ist kein Vergessen. Sie entsteht, wenn ein höheres Verständnis zugelassen wird – manchmal sogar gegenüber dem Schicksal selbst.
Zurück in die Selbstermächtigung
Solange unvergebenes Leid in uns wirkt, behalten andere – oder alte Erfahrungen – Macht über unser Leben. Wir bleiben emotional verstrickt. Durch Vergebungsarbeit lösen sich diese inneren Bindungen. Fremde Erwartungen, alte Verletzungen und übernommene Lasten verlieren ihre Kraft. Selbstermächtigung bedeutet, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen – nicht aus dem Ego heraus, sondern aus innerer Klarheit. Wahres Selbstbewusstsein ist kein Kampf, sondern ein Heimkommen zu dir selbst.
Dein Weg beginnt jetzt
Ich begleite dich in der Vergebungsarbeit – behutsam, wertschätzend und auf Wunsch mit Hypnoseeinleitung. Der Moment, in dem innere Last von dir abfällt und dein Gesicht wieder weich wird, ist tief bewegend. Ich freue mich darauf, dich auf diesem Weg zu begleiten.
Claudia Paschke
Heilpraktikerin für Psychotherapie
www,praxis-kreativerleben.de