Krankheiten und ihre empotionale Ursache – die Folgen unvearbeiteter Traumata

von Claudia Paschke – 23. Januar 2026

Wenn der Körper Symptome zeigt, spricht oft die Seele

Wie unverarbeitete Traumata Krankheiten auslösen – und wie Heilung möglich wird

Viele Menschen leiden unter körperlichen oder seelischen Beschwerden, für die es scheinbar keine eindeutige Ursache gibt. Autoimmunerkrankungen, Reizdarmsyndrom, Neurodermitis, Psoriasis, Tinnitus, chronische Erschöpfung, Ängste, Depressionen, Süchte oder Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen treten häufig dort auf, wo innerlich etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

In meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie zeigt sich immer wieder: Unverarbeitete Traumata können eine zentrale Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankungen spielen.

 
Traumata wirken weiter – auch Jahre später

Traumatische Erfahrungen entstehen in Situationen, in denen wir uns hilflos, überfordert oder existenziell bedroht fühlen und keine Möglichkeit zur Bewältigung haben. Solche Erlebnisse werden nicht einfach „vergessen“. Sie hinterlassen Spuren im Nervensystem und im sogenannten Körpergedächtnis.

Auch wenn das Ereignis längst vorbei ist, bleibt der innere Alarm oft aktiv. Das Nervensystem reagiert weiterhin, als bestünde Gefahr. Schon kleine Auslöser können genügen, um Stressreaktionen wie innere Unruhe, Angst, Anspannung oder Überforderung auszulösen – scheinbar ohne nachvollziehbaren Grund.

 
Das Nervensystem im Dauerstress

Unser Gehirn besitzt ein hochsensibles Alarmsystem, die Amygdala. Sie soll uns schützen und blitzschnell reagieren lassen. Bei unverarbeiteten Traumata springt dieses System jedoch auch dann an, wenn objektiv keine Gefahr besteht.

Der Körper schüttet dauerhaft Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Dieser Zustand war nie als Dauerlösung gedacht. Kann sich die Anspannung nicht mehr regulieren, entsteht chronischer Stress – mit weitreichenden Folgen für Körper und Psyche.

 
Wenn Dauerstress krank macht

Anhaltende innere Alarmbereitschaft beeinflusst nahezu alle Körpersysteme:

Schwächung des Immunsystems
chronische Entzündungsprozesse
Störungen im Stoffwechsel
Erschöpfung, Burnout und Antriebslosigkeit
erhöhte Infektanfälligkeit
psychosomatische Erkrankungen
So können sich unter anderem Autoimmunerkrankungen, Reizdarm, Asthma, Neurodermitis, Tinnitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln. Auch psychische Symptome wie Angststörungen, Depressionen oder Schlafstörungen sind häufige Folgen.

Süchte – ob Alkohol, Medikamente, Essen, Konsum oder exzessiver Mediengebrauch – sind dabei oft kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Versuch des Nervensystems, endlich zur Ruhe zu kommen.

 
Symptome sind Signale – keine Feinde

Die klassische Schulmedizin ist wichtig und oft lebensrettend. Sie konzentriert sich jedoch meist auf die Behandlung der Symptome. Bleibt die emotionale Ursache unberührt, kehren Beschwerden häufig zurück oder verlagern sich.

Der Körper sendet Symptome nicht grundlos. Sie sind Hinweise darauf, dass etwas gesehen, verstanden und verarbeitet werden möchte.

 
Traumatherapie: Heilung an der Ursache

Nachhaltige Heilung entsteht dort, wo die Wurzel des Leidens erkannt und aufgelöst wird. In meiner Praxis arbeite ich deshalb mit bewährten, ursachenorientierten Methoden der Traumatherapie:

Ursachenorientierte Hypnose

Hypnose ermöglicht einen sanften Zugang zu inneren Bildern, Emotionen und Erinnerungen, die im bewussten Denken oft nicht erreichbar sind. Belastende Erfahrungen können aufgespürt, verstanden und emotional entlastet werden – ohne erneute Überforderung.

Integratives EMDR

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) unterstützt das Nervensystem dabei, traumatische Erinnerungen neu zu verarbeiten. Die innere Alarmreaktion kann sich lösen, das Erlebte wird integriert und verliert seine belastende Wirkung.

Beide Methoden helfen dabei, den Körper aus dem Dauer-Überlebensmodus zu führen und innere Sicherheit wiederherzustellen.

 
Heilung bedeutet Integration, nicht Verdrängung

Viele Menschen fürchten sich davor, sich alten Wunden zuzuwenden. Doch Verdrängung kostet Kraft – oft über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Heilung bedeutet nicht, das Erlebte ungeschehen zu machen, sondern es so zu verarbeiten, dass es dich nicht länger bestimmt.

Wenn das Nervensystem zur Ruhe kommt, können sich Symptome lösen, Energie zurückkehren und Lebensqualität spürbar wachsen.

 
Du musst diesen Weg nicht allein gehen

Traumatherapie ist ein geschützter, respektvoller Prozess. Sie führt nicht zurück in die Ohnmacht, sondern in Selbstwirksamkeit und innere Stabilität. Viele Menschen erleben dabei nicht nur Linderung ihrer Beschwerden, sondern auch persönliches Wachstum, Klarheit und neue Lebensfreude.

Dein Körper trägt die Geschichte – und auch die Fähigkeit zur Heilung bereits in sich.

Claudia Paschke
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Schwerpunkte: Traumatherapie, ursachenorientierte Hypnose, integratives EMDR